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Vorläufiger Oktoberfest-Schlussbericht 2010: Geburtstagskind ganz münchnerisch
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![]() Alle freuen sich: eine gute Wiesn geht zu Ende ![]() 18.000 Unterschriften zur Erhaltung einer historischen Wiesn wurden OB Christian Ude überreicht ![]() ein Erfolg war die historische Wiesn ![]() mit Tradition und Brauchtumspflege ![]() ![]() ©alle Fotos: Martin Schmitz |
Entspannte Gesichter zum Wiesnende 2010: Fremdenverkehrs-Chefin Dr. Gabriele Weishäupl ludt am Montag Viormittag die Presse ein, um über die neuesten Zahlen zu sprechen. Nach einem prächtigen Auftakt, einer wetterbedingt verhaltenen zweiten Wiesn-Woche, freuten sich Veranstalter und Beschicker über ein Finale Furioso des 177. Oktoberfest. 17 Tage lang war „fühlbare Freude“ auf der Theresienwiese spürbar. Das 200jährige Geburtstagskind Oktoberfest zog laut Schätzung der Festleitung rund 6,4 Millionen Gäste an. „Das spezielle Flair der nostalgischen „Jubiläumsfeier 200 Jahre Oktoberfest“ auf dem Südteil der Theresienwiese strahlte auf das gesamte Volksfest aus.“, so Festleiterin Dr. Gabriele Weishäupl, „Das diesjährige Oktoberfest gestaltete sich zur Ausnahme-Wiesn, einmalig und unvergleichlich.“
Reifere Semester unter den Gästen suchten und fanden auf der Jubiläumsfeier „ihre Wiesn“ mit all den Attraktionen, die es schon anno dazumal gab. Familien mit Kindern, Kindergärten und Schulklassen bevölkerten das traditionelle Festgelände und konnten „Heimatkunde vor Ort“ erleben. Die Alt-Münchner Atmosphäre der Historischen Wiesn, bayrisch und bodenständig, war auch auf dem „klassischen“ Oktoberfest spürbar. Der Trend, in Tracht zu kommen, war in diesem Jahr ein unbedingtes „muss“. Das Jubiläum „200 Jahre Oktoberfest“ wurde weltweit zur Kenntnis genommen. Internationale Gäste besuchten das Fest der Feste analog zur Tourismusstatistik wie bereits bis zur Halbzeit feststellbar: US-Amerikaner, Italiener, Spanier, Schweizer, Russen und andere Osteuropäer, Österreicher und Asiaten. Erfahrungsgemäß hatten die Besucher der Passionsspiele in Oberammergau, die bis zum 3. Oktober veranstaltet wurden, einen Abstecher nach München und das Oktoberfest auf ihrem Programm. Das gute Konsumverhalten in der ersten Woche bei sonnigem Wetter änderte sich mit der kühl-nassen Witterung in der zweiten Woche. Was im Frösteln der zweiten Woche unterging, wurde am letzten Wochende bei schönstem Sonnenschein ausgeglichen und war im Vergleich zum Vorjahr stabil. Insgesamt sprechen Festleitung und Beschicker von einer erfolgreichen Jubiläumswiesn und zeigen sich mit dem Verlauf des Oktoberfests 2010 sehr zufrieden. Ein Prosit der Gemütlichkeit Insgesamt wurden von den Oktoberfestgästen 7 Millionen Maß Bier getrunken. Ein verstärktes Familienpublikum bevorzugte nichtalkoholische Durstlöscher bei der Wiesn-Gaudi. Krug-Klau rückläufig Aufmerksame Ordner nahmen den Souvenirjägern rund 130.000 Bierkrüge in den Zelten und an den Hauptausgängen des Festgeländes ab. Wiesn kulinarisch 117 Ochsen und 59 Kälber wurden in diesem Jahr auf der Wiesn verspeist. Das klassische Wiesn-Hendl und traditionelle Schmankerl wie Leberkäse oder Würstl wurden in den Zelten wie im Straßenverkauf gut nachgefragt. Ebenfalls auf Tradition setzt der Gast bei den Süßigkeiten: Gebrannte Mandeln, Magenbrot und Türkischer Honig wurden gerne gekauft. Die Mini-Lebkuchenherzen mit flotten Sprüchen waren der diesjährige Renner. Souvenirs, Souvenirs Starke Nachfrage herrschte beim Krugverkauf. Sei es der Oktoberfest-Sammlerkrug, der kitschige knallbunte Bierkrug oder der nostalgische Jubiläumskrug ein Bierkrug vom Oktoberfest muss es sein. T-Shirts, Pins und Buttons wurden als Erinnerung an den Wiesn-Besuch mit nach Hause genommen. Die Spatzl-Tasche war das geeignet Mitbringsel für die Liebste daheim. Insgesamt verlief das Souvenirgeschäft zufriedenstellend. Schaustellerei Das Münchner Publikum entdeckte wieder die Schaustellerstraße. Angeregt durch die Jubiläumsfeier wurden auch die historischen Volksfestattraktionen auf dem Oktoberfest besucht. Lange Warteschlangen vor dem Teufelsrad, das sein 100jähriges Wiesn-Jubiläum in diesem Jahr feierte, prägte das Bild des Schaustellerteils. Star Flyer, Rocket und all die anderen Hightech-Fahrgeschäfte waren sehr gut besucht. Insgesamt sind die Schausteller mit der diesjährigen Jubiläumswiesn zufrieden. Wiesnhit? Die klassischen Wiesn-Songs waren alle gleich beliebt. Kein Hit zeichnete sich heuer ab. Mitgesungen wurden Lieder wie „Der Flieger“, „Sweet Caroline“, „Das geht ab“ und „Ein Kompliment“ von der Münchner Band Sportfreunde Stiller. Passend zur Jubiläumswiesn wurde von den Wiesn-Kapellen oft der „Jubiläumswalzer 200 Jahre Oktoberfest“, erstmals beim Wiesn-Standkonzert vorgestellt, intoniert. Der Hit auf der Historischen Wiesn war „Heit gibt’s a Rehragout“! Grüße in alle Welt Die Wiesnpost hat dieses Jahr ca. 130.000 Sendungen in alle Welt angenommen. Bierkrüge wurden am zahlreichsten in die USA und nach Australien versandt. Devisen abgefragt Die einzige Wechselstelle für "echtes" Geld, Securicoin am Haupteingang, vermeldet die Annahme von ca. 60.000 US-Dollar, 33.000 Schweizer Franken und 12.000 Britische Pfund. Aus dem Servicezentrum Polizei Die Polizei spricht von einer „normalen Wiesn“ und lobte ausdrücklich die Sicherheitspartnerschaft zwischen Beschickern, Behörden, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und den Sicherheitskräften. Das BRK vermeldet einen normalen Verlauf der Wiesn 2010 mit leicht erhöhten Einsatzzahlen. Kinderfundstelle Security Point Im Rahmen der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ stand mit dem Security Point auf dem Oktoberfest wieder eine Anlaufstelle für Frauen in unterschiedlichsten Notlagen auf dem Oktoberfest zur Verfügung. Betreut wurde dieser Service von geschulten Mitarbeiterinnen der Initiativen AMYNA Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch, IMMA Initiative Münchner Mädchenarbeit und dem Frauennotruf München, die mit Rat und Tat hilfesuchenden Wiesn-Besucherinnen zur Seite standen. Die mehrfach prämierte Aktion wurde 2010 mit dem Anita-Augspurg-Preis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet und setzt ein Zeichen gegen sexuelle Belästigung auf Volksfesten. Die unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude und Bürgermeisterin Christine Strobl stehende Aktion wird unterstützt durch die Stiftung „Hänsel+Gretel“. Mit diesem spezifischen Hilfsangebot für Mädchen und Frauen ist das Oktoberfest weltweit führend und wird seiner Vorbildfunktion als innovatives Volksfest gerecht. Fundstücke Bis Wiesn-Schluss zählte das Wiesn-Fundbüro rund 4.500 Fundstücke, darunter 1.450 Kleidungsstücke, 770 Ausweise, 420 Geldbörsen, 420 Mobiltelefone, 366 Schlüssel, 330 Taschen, Rucksäcke und Beutel, 320 Brillen, 90 Schmuckstücke und Uhren, 90 Fotoapparate sowie 80 Regenschirme. Als Kuriosa wurden abgegeben: Ein Buddelschiff, ein Mops, ein Kaninchen, ein Tennisschläger, eine Lederpeitsche, vier Paar Damenpumps, ein Paar Regenstiefel, eine Tuba, ein Hörgerät und ein Gebiss. Die Branddirektion spricht von einer „normalen“ Wiesn. Das Gesundheitsamt meldete keine besonderen Vorkommnisse. Strom, Gas, Wasser Durch höhere Besucherzahlen, längere Festdauer und niedrige Durchschnittstemperaturen ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Wasser generell gestiegen. 3.068.000 kWh Strom wurden in diesem Jahr verbraucht. Durch die Jubiläumswiesn und die durchschnittlich niedrigen Außentemperaturen ist der Verbrauch im Vergleich zu 2009 um ca. 10 Prozent gestiegen. Bereinigt durch die Jubiläumswiesn und den Verlängerungstag ergibt sich trotzdem noch eine Steigerung von ca. 4,5 Prozent zum Vorjahr. Durch die gestiegenen Besucherzahlen ist der Wasserverbrauch mit 100.000 Kubikmetern leicht angestiegen. Auch beim Gas ist der Verbrauch mit 240.000 Kubikmetern durch die kühlen Temperaturen und den gestiegenen Besucherzahlen deutlich gestiegen (ca. 30 Prozent). Wiesn-Pressestelle Die Pressestelle zählte rund Journalistenkontakte 3983 aus dem In- und Ausland wie Argentinien, Australien, Bahrein, Belgien, Brasilien, China, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Iran, Italien, Japan, Kanada, Korea, Kuwait, Luxemburg, Moldawien, Niederlande, Österreich, Rumänien, Polen, Russland, Schweden, der Schweiz, Taiwan, Tschechien, Ukraine, den Vereinigten arabischen Emiraten und den USA. Es wurden 383 Dreh- und Fotogenehmigungen an verschiedene Film- und TV-Teams sowie Onlinedienste erteilt. 53 Pressemitteilungen mit einer Auflage von rund 9.000 Stück wurden im Vorfeld und während der Wiesn ausgegeben. Engagierter Einsatz aller Beteiligten Alle Dienststellen im Servicezentrum leisteten auch in diesem Jahr einen großartigen Einsatz. Die Festleitung dankt allen Kolleginnen und Kollegen sowie allen Wiesn-Beschickern für die gute Zusammenarbeit! Jubiläumsfeier 200 Jahre Oktoberfest Die Jubiläumsfeier 200 Jahre Oktoberfest wird bis Montag Abend den 500.000sten Besucher begrüßen können. Damit ist die Sonderveranstaltung zum Wiesn-Geburtstag eine echte Erfolgsstory. Die Erwartungen von Veranstalter und Organisatoren wurden deutlich übertroffen. Das Konzept mit Reminiszenzen an die Geschichte der Wiesn, mit Pferderennen, traditionellen Darbietungen von Trachtengruppen und Blasmusik sowie dem Herzkasperlzelt mit Kabarett und Künstlern der gegenwärtigen Münchner Kulturszene, bekam ein einhellig begeistertes Echo bei Gästen und in der Presseberichterstattung. Der für die Wiesn verantwortliche Referent für Arbeit und Wirtschaft Dieter Reiter: „Ich danke allen, die dieses Fest zu einem solchen Erfolg gemacht haben: den Organisatoren, den Sponsoren und Spendern, ohne deren Engagement dieses Fest nicht möglich gewesen wäre. Ich danke auch den Gästen, die jeden Tag entspannt und fröhlich den Wiesn-Geburtstag gefeiert haben.“ Der Präsident des Festrings München e.V. Karl-Heinz Knoll freut sich über die Qualität der Darbietungen und den Teamgeist: „Einsatz und Flexibilität aller Mitwirkenden und Verantwortlichen waren großartig. Jeder gab sein Bestes. Ich danke allen Sponsoren, Helfern und Besuchern sehr herzlich und wünsche unserer Wiesn eine glückliche Zukunft.“ Gastronomie Das Team des Herzkasperlzelts lobt die entspannte, anregende, familienfreundliche und weltoffene Atmosphäre der Feier. Das Zelt bot ein Programm, bei dem nicht nur die Münchner Seele auf ihre Kosten kam. Im historischen Festzelt prägten echte Trachten und ein vom Programm begeistertes, bodenständiges Publikum das Bild. Es wurden 310.000 Maß Bier ausgeschenkt. Das eigens für die Feier von allen Münchner Brauereien gemeinsam hergestellten Jubiläumsbier ist ausverkauft. Im Limogarten wurden 4.500 Limonaden ausgegeben. Beim Essen waren die traditionellen Wiesnschmankerl, wie Hendl, Weißwürste, Schweinshaxen und Bratwürste, besonders vom Holzkohlengrill, die Renner. Es wurden 60.000 halbe Brathendl verzehrt. 1.080 Würstl grillten die Brater in der Lohnwürstlbraterei. Die meistgefragten traditionellen Speisen waren Böfflamott (2.500), Zwetschgenbavesen (2.300), Rumfordsuppen und Stockwürste (jeweils 2.000). Museumszelt Das Münchner Stadtmuseum freut sich über eine rundum gelungene Feier. Die Resonanz der Besucher im Museumszelt war durchwegs positiv. Es hielten sich stets rund 500 Besucher gleichzeitig im Zelt auf, die den Exponaten sowie den erklärenden Texten zur Geschichte des Oktoberfestes sehr großes Interesse entgegen brachten. Es gab keine mutwilligen Beschädigungen an den Exponaten. Kinderprogramm Kinder waren zunehmend vom Angebot des Limogartens begeistert, der nach Freigabe der Altersgrenze auch Jugendliche und Großeltern mit selbst gemachten Limonaden anzog. Als Attraktionen für die Kleinen erwiesen sich auch das Marionettentheater, die Tierschau, das Kasperl- und Kindertheater im Herzkasperlzelt sowie die traditionellen Wiesn-Spiele im Museumszelt. - Wiesn 2010 - Halbzeit-Bilanz der Polizei (mehr) Im Oktoberfestspecial finden Sie umfangreiche und nützliche Informationen zu den Wiesnzelten, den Fahrgeschäften und den Hintergründen. Natürlich auch die Bierpreise, die Reservierungsnummern Vor allem auch viele Fotos, vor, während und nach der Wiesn. Wie z.B. aktuell die Aufbaufotos von der Theresienwiese.Das eine oder andere wird noch aktualisiert, erweitert, hinzugefügt in den kommenden Wochen bis zur Wiesn, wir wollen für Sie weiterhin die umfassendste Fundstelle zum Oktoberfest bleiben. |
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